ed2murrow

Europa ist mitten unter uns

Zum Weltfrauentag

with 12 comments

hat Maike Hank einen der besten und klügsten Blogs geschrieben, die ich gelesen: „Was? Keine Kapern?

Don’t just keep goin‘, but learn, chums!

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Written by ed2murrow

8. März 2011 um 22:49

Veröffentlicht in Deutschland, Kultur

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12 Antworten

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  1. Die gegebenen Bilder und Bildlegenden im Text von Hank sind natürlich sehr stark – ob der fortschrittlichen Distanz zu heute. Ich wette mal, eine Generation weiter wird man über „unsere“ Bilder und Bildlegenden genauso lachen können: weil auch dann einfach noch kein normaler Kommunismus – wo man dann normal über alles reden könnte – da ist.

    rainer kühn

    8. März 2011 at 23:31

    • „Wo man dann normal über alles reden könnte“ dürfte nicht nur ein Attribut von Kommunismus sein, sondern darüber hinaus gehen – wenn Menschen keine Berührungsängste mehr haben.

      Mir gefällt die Distanz Hanks, Selbstverständliches eben nicht als gegeben zu sehen, worin gleichzeitig ein Ausblick liegt. Einer der ganz wenigen Beiträge im Netz, die ich als Grundlegung zum Brückenbau gefunden habe.

      ed2murrow

      8. März 2011 at 23:53

      • Dem stimme ich zu: ich zielte auch auf eine Welt, in der es eben normal wäre, ohne Angst verschieden zu sein. Das entspräche der Aufhebung gegebener und geläufiger Begriffe. Und ja: Auch das Selbstverständliche wurde erst dazu gemacht – positiv konnotiert aus der Perspektive Sozialer Praxis -; ‚früher‘ war das Selbstverständliche – ‚Das war schon immer so!‘ – die heilige Petrifizierung (immer von oben) gegebener Verhältnisse.

        rainer kühn

        9. März 2011 at 14:32

      • Stichwort „Petrifizierung“: Natürlich ist das einer der Gründe, warum Netz so unheimlich erscheinen mag – es stellt in Frage. Und zwingt dadurch zu Antworten, über Schichten, Kategorien und Begrifflichkeiten hinweg.

        ed2murrow

        9. März 2011 at 14:41

      • Netz: Brückenbau von Knotenpunkt zu Knotenpunkt, um mal unsere Metaphern mitzunehmen. Das klingt viel gegenseitiger/zugewandter als alle überkommene Kratie, welche versucht, in umstürzlerischen Zeiten Server zu tilgen und Austausch unmöglich zu machen. – Und vielleicht sind (die richtigen) Kategorien der Politik: Klasse, Kapital, Arbeit (Ausbeutung) ja tatsächlich erst durch ein Netz aushebelbar, das tendenziell die Kraft/das Leben von Individuen zusammenführt. Zusammenführt.

        rainer kühn

        9. März 2011 at 22:29

      • Ist Dir eigentlich nie der Gedanke gekommen, Rainer, dass „Netz“ alle die nolens volens zusammenführt, die bisher nie ins Gespräch gekommen sind? Weil sie nicht wollten, konnten, im wahrsten Sinne des Wortes schrankenlos nun dastehen? ProfessorInnen stehen genauso nackt da wie AzuBinen, nur mit Pseudonym als cache-sexe bekleidet. Schau Dir mal die Struktur von Maike Hanks Blog an: Eine Zurückversetzung in Formen und Diktion einer vergangenen Zeit durch Video, angereichert um das Gedruckte aus jener Zeit, gekleidet in ihre heutige Sprache, vor allem in ihr heutiges Bewußtsein, ohne apologetisch zu wirken, für jeden verständlich. Und damit einen Weg weisend. Das ist unsere heutige (Formen)Sprache. Das Netz macht es möglich (und die Schenialität von deratig souveränen Surfern 🙂

        ed2murrow

        9. März 2011 at 23:48

      • Doch, der Gedanke der Zusammenführung ist für mich – quasi gesamtlektorisch und programmprogrammatisch – immer führend gewesen, und das Netz neue/andere Möglichkeit dazu: trotzdem ist meine Erfahrung sowohl die einer objektiv gegebenen Klassengesellschaft als auch die einer angstvollen Ablehnung von Offenheit klassischer Aufklärung, so daß – in der Metapher – das Netz enger gezurrt wird, von oben, und auch von unten, von allen, die Verlust fürchten. – Ob zurecht, stelle ich in geschlossener Antwort dahin. Nicht zurecht. Utopie: wenn alle gewinnen! Und damit Niederlagen aufgehoben sind. Olle Dialektik. Und schlimmer, heute: Massen- und Massenmediengesellschaft. No way out; but WorldWideWeb!?

        rainer kühn

        10. März 2011 at 17:22

  2. Der Beitrag hat mich an ein Buch erinnert, das Freunde von mir zu Hause im Regal stehen haben: „Die gute Ehe“ aus den 50ern. Sehr erheiternd…wenn man nicht dabei war.

    merdeister

    9. März 2011 at 23:00

    • Ich habe sowas auch hier stehen. Gruselig. Aber noch gruseliger: Wie sich in den 50ern und 60ern Menschen die Zukunft vorstellten, so eine Mischung aus Flash Gordon und A brave new world (A. Huxley). In manchen Bereichen hat die Wiklichkeit die Fiktion übertroffen. Nicht zum Besten, fürchte ich.

      ed2murrow

      9. März 2011 at 23:51

      • „Aber noch gruseliger: Wie sich in den 50ern und 60ern Menschen die Zukunft vorstellten“

        Lesen Sie unter dem Aspekt einfach die mal die neuen Fundstücke am Freitag 🙂

        merdeister

        10. März 2011 at 00:19

      • Die Ausrufer werden das ganz genau verfolgen 😉

        ed2murrow

        10. März 2011 at 01:17

  3. Im Freitag habe ich zum Weltfrauentag eine kleine Geschichte (http://www.freitag.de/community/blogs/radi-brock/von-tapferen-frauen) gepostet, die wohl düsterer wirkt, als ich sie gemeint habe. Es ist nämlich eine Geschichte darüber, sich nicht einschüchtern zu lassen, Meine Mutter hat als junge Frau damals in den 50er Jahren den Fehdehandschuh aufgenommen, als sich das Frauenbild der Nazis gesellschaftlich erst wirklich entfaltete, die den Frauen in Krieg und früher Nachkriegszeit ihrer Ideologie völlig konträre Aufgaben übertragen mussten.

    hardob

    10. März 2011 at 13:37


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